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Aus der Eröffnungsrede von Irmgard Kramer zur Ausstellung Triangle im Alten Rathaus Kaarst Okt. 2002:

Als ich Amos in seinem Atelier besuchte, fiel mir spontan
der amerikanische Medienkünstler Bruce Naumann ein.
Sind es die Köpfe oder diese Neonarbeit? Die Kopfskulpturen von Amos Plaut machen uns irgendwie sprachlos, teilweise können wir sogar darüber lachen, doch werden wir den merkwürdigen Kloß, der sich dabei in unserem Hals bildet, einfach nicht los. Da ist z.B. der mundlose Kopf mit den vielen Mikrophonen davor, bei einem anderen Kopf ist der Mund vollgestopft mit Bleistiften. Wir sehen einen weitern Kopf aus einer Wand herauswachsen oder hineinwachsen. Auch er hat den Mund voll, dieses Mal ist es ein Würfel.

Wir können diese Köpfe nicht eindeutig identifizieren. Sie sind Fragmente. Dieser Körperteil Kopf wird von Amos als skulpturales Material genutzt. Der Kopf ist für den Künstler ein abstraktes bildhauerisches Element, das Verhaltensformen unserer Gesellschaft Gestalt verleiht und damit alle möglichen Assoziationen auslöst. Das macht die Sache so spannend.


Kölner Stadt-Anzeiger v. 15. Jan. 2004 zur Ausstellung „Comedia Humana“ im FzKKE Euskirchen:

Für einen Künstler ist Vielseitigkeit ein Fluch – sagt Amos Plaut, meint es aber nicht ernst. Betrachter seiner Kunstwerke suchen jedenfalls vergeblich nach dem durchgängigen Stil, an dem ein „echter Plaut“ zu erkennen wäre. Allenfalls ein durchgängiges Thema könnte typisch für den 64-Jährigen geltend gemacht werden: Der Mensch und sein mal mehr, mal weniger menschliches Verhalten.
„Comedia humana“ heißt denn auch die Ausstellung, die z.Zt. in den Räumen des Förderkreises zeitgenössischer Kultur im Kreis Euskirchen zu sehen ist. Wie immer sind es nur wenige Werke, die in dem Ausstellungsraum ausgestellt wurden, diese aber geben Eindruck von der grossen Schaffensbreite des aus Israel stammenden Künstlers.